Glas ist ein Material, das die Menschheit seit den Anfängen der Zivilisation begleitet. Im Laufe der Jahrhunderte sind viele verschiedene Verzierungstechniken entstanden – einige sind in Vergessenheit geraten, andere werden ständig verbessert. Es gibt auch Methoden, die dank der wissenschaftlichen Entwicklung erst vor relativ kurzer Zeit erfunden wurden. Alle ermöglichen einzigartige, dauerhafte Effekte – ganz nach den Vorstellungen des Designers oder den Wünschen des individuellen Kunden. Worin bestehen die einzelnen Techniken der Glasverzierung und wodurch zeichnen sie sich aus?
Projektrealisierung
KROSNO bietet seinen Geschäftskunden die Möglichkeit einer beliebigen Glasverzierung auf Bestellung. So können Unternehmen aus dem Lebensmittelsektor oder Restaurants Geschirrsets mit eigenem Logo oder einer anderen Verzierung erwerben, die zur Atmosphäre im Lokal beiträgt. Dies ist auch eine hervorragende Idee für ein Element einer Marketingaktion, das z. B. auf Messen oder als elegante Auszeichnung bei einem Wettbewerb eingesetzt werden kann. Auf dem Markt gibt es auch viele kleine Betriebe, die Glasverzierungen auch für Privatpersonen anbieten – ein Set mit einer selbst entworfenen Verzierung ist eine wunderbare Geschenkidee oder ein festliches Geschirr für eine Hochzeit oder eine andere wichtige Feier, das später zu einem schönen Andenken wird. Welche Techniken der Glasverzierung können angewendet werden? Was sind ihre Vorteile?
Siebdruck auf Glas
Siebdruck ist eine sehr beliebte Methode zum Aufbringen von Drucken oder Dekorationen auf fast jedes Material. Kein Wunder – sie garantiert eine reiche, exakt wiedergegebene Farbgebung und eine präzise Wiedergabe von Details. Auf diese Weise können Logos, Warenzeichen, QR-Codes und praktisch jedes andere beliebige Bild auf Glas aufgebracht werden. Sie eignet sich hervorragend für die Verzierung großer Serien. Diese Technik hat sich über Tausende von Jahren entwickelt – heute liefert sie schnelle, perfekte und vor allem dauerhafte Ergebnisse.
Das Bemalen erfolgt auf Automaten oder Halbautomaten, die das Design auf das Glas übertragen. Dieses wird zunächst in den Computer eingegeben, und anschließend wird die aus der Grafik erstellte Schablone auf ein feines Siebdruckgewebe aufgebracht, durch das die Farben gepresst werden. Diese können einfarbig sein, einschließlich matt oder reliefartig, d.h. fast farblos und nur einen Textureffekt erzeugend, oder mehrfarbig, einschließlich z.B. mit Lumineszenz- oder Thermochromeffekt, d.h. farbwechselnd unter Temperatureinfluss.

Beispiele für Siebdruck: 1. Mattweiß, 2. Thermochrome Farben, 3. Raster-Siebdruck, 4. Lumineszenzeffekt, 5. Relieffarbe, 6. Farbsiebdruck
Glassandstrahlen
Glassandstrahlen ist ebenfalls eine der historisch ältesten Methoden zur Verzierung. Sie hilft, einen interessanten, matten Effekt auf der gesamten Oberfläche oder nur einem Teil davon zu erzielen.
Wie der Name schon sagt, wird ein Strahl scharfen Sandes unter Druck auf das Glas gesprüht. Dieser trägt die Schichten gemäß einer zuvor vorbereiteten Schablone ab. Dies kann nur eine Schicht sein oder ein Muster, das sich durch mehrere Abriebtiefen auszeichnet und einzigartige Erhebungen und Schattierungen ermöglicht.
Entgegen dem Anschein ermöglicht dieser Prozess eine sehr präzise Wiedergabe des Designs und die Wiederholbarkeit des Musters in einer Serie. Eine solche Verzierung ist natürlich dauerhaft. Das Design ist monochromatisch – der matte Bereich ist einheitlich und hebt sich vom glänzenden Glas ab, obwohl ein mehrschichtiges Design es ermöglicht, verschiedene Grautöne „herauszuarbeiten“: von Schwarz bis Weiß.

Beispiele für Sandstrahlen: 1. Normales Sandstrahlen, 2. Mehrschichtiges Sandstrahlen
Applikationen auf Glas
Applikationen auf Glas sind verschiedene Arten von farbigen Erhebungen, die auf das fertige Gefäß aufgebracht werden. Ihre Herstellung erfordert extreme Präzision und handwerkliches Können des Glasmachers. Jedes Produkt dieser Art ist ein Unikat, und das Muster selbst ist dauerhaft. In Glas kann auch ein Objekt, z. B. eine Goldmünze oder ein anderes Andenken, eingebettet werden. Der Prozess der Glasherstellung mit Applikation dauert etwas länger, doch selbst bei gleichem Design erzielt man ähnliche, aber dennoch einzigartige Effekte.
Farblose und farbige Applikationen fertigt der Glasmacher an, indem er eine Portion Glasmasse für das Produkt aufnimmt, diese formt und nach dem Standardverfahren abkühlt. Anschließend fügt er mit einer Glasmacherschere weitere Portionen Glas – farblos oder in der gewünschten Farbe – hinzu und schneidet eventuelle Überschüsse ab. Das Ganze wird erneut erwärmt und durch ein Blasrohr in die Glasmacherform geblasen, und nachdem es seine Form angenommen hat, gelangt es in den Kühlofen.
Bei der Methode, die als „Farbe auf Blase“ bezeichnet wird, zeichnet sich das Gefäß durch eine einzige, allmählich wechselnde Farbe aus. Der Glasmacher nimmt mit dem erhitzten Blasrohr eine Portion farbiger Glasmasse auf, formt sie und bläst eine Blasenform. Nach dem Abkühlen wird sie mit farbloser Masse bedeckt und geformt. Das Ganze wird in die Form und anschließend in den Kühlofen geblasen.
Eine weitere Art der Applikation ist der sogenannte Gries, Puder oder Krezel. Die Glasblase wird in diesem Fall in das gewünschte Material getaucht und anschließend in Form gebracht und – wie die anderen – in den Kühlofen gebracht. Jedes Produkt dieser Art ist ein Unikat – es ist unmöglich, zwei identische Exemplare herzustellen. Daher ist dies eine ideale Geschenkidee für einen besonderen Menschen.

Beispiele für Glasapplikationen: 1. Farbige Flachapplikation, 2. Farblose Applikation, 3. Farbige Reliefapplikation, 4. Grieß, 5. Farbe auf Blase, 6. Objekt im Boden
Glasschleifen
Glasschleifen ist eine weitere traditionelle Methode, die es ermöglicht, künstlerische Effekte zu erzielen oder ein Gefäß herzustellen, das den aktuellen Trends entspricht. Zu dieser Technik gehören: Gravieren, manuelles Matt-, Matt- und Matt-Sprühschleifen, manuelles Polier- und Polierschleifen auf der Blase sowie Oberflächenschleifen oder Laserverzierung. Der Schliff ist dauerhaft und bleibt unabhängig von der Nutzungsweise über viele Jahre unverändert. Die manuelle Ausführung einer solchen Verzierung ist recht zeitaufwendig und führt zu einem originellen Ergebnis. Maschinelle Schliffe können hingegen unabhängig von der Länge der Serie wiederholt werden. Es lohnt sich, einige dieser Techniken der Glasverzierung im Detail kennenzulernen.
Automatische Gravur, auch SAGRYT genannt, ist ein Verfahren, bei dem Dekorationen auf der Oberfläche eines Produkts mit einem automatisch gesteuerten Fräser mit Diamantbestückung angebracht werden. Dieser kann gleichzeitig an bis zu 10 Objekten arbeiten! Für die Ausführung ist lediglich eine zuvor erstellte, monochrome Grafikdatei erforderlich. Eine solche Dekoration ist beständig gegen mechanischen Abrieb, und das Bild wird zu 100 % wiedergegeben und ist in großen Serien reproduzierbar. Auf diese Weise können selbst die kompliziertesten Zeichnungen erstellt werden.
Ein weiterer automatischer Schliff ist das Poeting. Computergesteuerte Scheiben mit Diamantbelag fertigen die Dekoration auf der Oberfläche von bis zu acht Werkstücken gleichzeitig an. Dies ist eine effiziente Methode zur Herstellung großer Serien gravierter Gefäße. Ähnlich verhält es sich mit Laserdrucken, bei denen die Verzierung ebenfalls durch ein zuvor programmiertes Gerät erfolgt.
Der am schwierigsten auszuführende Handschliff besteht darin, die Glasoberfläche mit Stein- oder Diamantscheiben einzuschneiden. Dabei hilft eine Schleifmaschine, die als Kugler bezeichnet wird. Auf diese Weise kann eine Gravur mit unterschiedlichen Einschnitttiefen erzielt werden. Dies erfordert nicht nur handwerkliches Können, sondern auch ein hohes künstlerisches Gespür. Gefäße mit einem solchen Schliff sind sehr effektvoll – schon seit Jahrhunderten ist so verziertes Glas ein begehrtes Objekt vieler Menschen. Ein schöneres Geschenk als ein handgraviertes Set von Gläsern oder Kelchen kann man sich nicht vorstellen.
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Beispiele für Schliffe auf Glas: 1. Gravieren, 2. Handschliff poliert, 3. Handschliff matt, 4. Mattschliff auf Klarglas, 5. Mattschliff auf Spritzlack, 6. Polierter Schliff auf Blase
Abziehbild auf Glas
Das Abziehbild auf Glas, auch Dekal genannt, ist eine auf Stärkepapier aufgebrachte Applikation, die auf die Oberfläche des Produkts geklebt wird. Zuvor wird sie auf speziellen Automaten vorbereitet. Zuerst wird sie vom Papier abgezogen und dann auf das Produkt geklebt. Dies ist Handarbeit, die eine außergewöhnliche Präzision erfordert.
Die Vorteile dieser Technik sind die Möglichkeit, eine unbegrenzte Anzahl von Farben zu verwenden, wie beim Direktsiebdruck. Im Gegensatz dazu spielt die Form des Produkts jedoch keine Rolle. Trotz der manuellen Verzierung zeichnet sich die Abziehbildtechnik auch durch eine hohe Präzision in der Ausführung aus.
Glas lackieren durch Spritzverfahren
Das Spritzlackieren von Glas ähnelt dem Vorgehen in anderen Industriezweigen. Die Dekoration wird mit einer Spritzpistole in Form eines Farbstrahls, der mit Druckluft zerstäubt wird, aufgetragen. Auf diese Weise können sowohl ein- als auch mehrfarbige Verzierungen, auch schattierte, matte und glänzende, ausgeführt werden.
Zu den Vorteilen der Spritzlackierung gehören: hohe Beständigkeit der Dekoration gegen Spülmaschinenwäsche, unbegrenzte Farbpalette und die Möglichkeit, jedes Produkt auf diese Weise zu verzieren. Das auf Gläsern erzielte Muster kann auf Karaffen, Schalen, Krügen wiederholt werden. Dadurch entstehen farblich aufeinander abgestimmte Gefäße, die ein wunderschönes, passendes Geschirr für das Zuhause oder das Lokal bilden können.
Handbemalung von Glas
Die Handbemalung von Glas kann auf zwei Arten erfolgen – mit einem Pinsel oder mit Linien. Im ersten Fall werden die Dekorationspräparate in flüssiger Form auf die Oberflächen aufgetragen. Diese Methode erlaubt natürlich nicht die Herstellung identischer Geschirrserien. In Kombination mit einem Schliff kann auf diese Weise jedoch ein bewundernswerter Effekt erzielt werden, was besonders wichtig ist bei Geschirr, das auch ein bleibendes Andenken sein soll. Die Vorteile der Handbemalung sind die Möglichkeit, Farbe auf Produkte beliebiger Form aufzutragen, die gesamte Oberfläche oder gezielt ausgewählte Fragmente zu verzieren oder die Notwendigkeit der vorherigen Vorbereitung von Schablonen zu umgehen. Im letzteren Fall kann die Umsetzung des Projekts einem Künstler anvertraut werden.
Lüster, auch als Spiegel bezeichnet, sind flüssige Farben, die mit einem Pinsel-Spinnrad (obwohl auch Sprühen möglich ist) auf zylinderförmige Gefäße aufgetragen und anschließend gebrannt werden. Dies ermöglicht einen glänzenden oder transparenten Effekt. Handaufgetragene Lüster können auch Edelmetalle wie Gold, Platin oder Kupfer enthalten, die einen opaken Effekt erzeugen. Aufgrund der Konsistenz der Farbe können auf diese Weise keine Details oder einfache Streifen gemalt werden, doch der Endeffekt ist beeindruckend. Auf diese Weise können handkolorierte Gefäße mit hoher Wiederholbarkeit erzielt werden.

Beispiele für handbemaltes Glas: 1. Handmalerei von Mustern, 2. Lüster, 3. Goldrand
Oberflächeneffekte auf Glas
Zu den einzigartigen Glasmacherverzierungen, die dazu führen, dass das Glas bereits im Formgebungsprozess seine Klarheit verliert, aber ein einzigartiges Aussehen annimmt, gehören: geschäumtes Glas, Craquelé, sprudelnder Punkt, Metallisierung, Satinierung und optische Verzierung. Es lohnt sich, zumindest zwei davon genauer zu betrachten.
Beim Craquelé-Effekt, d.h. der Struktur von rissigem Glas, nimmt der Glasmacher eine Portion Glasmasse auf die Glasblase, formt sie und bläst sie dann auf. Die vorgeformte Blase wird in kaltes Wasser getaucht, um die oberste Schicht zu gefrieren. Die Masse wird erneut erhitzt und dann in die Form und anschließend in den Kühlofen geblasen.
Geschäumtes Glas sieht aus, als ob sich darauf Tautropfen abgesetzt hätten. Nach dem Formen der Glasblase erfolgt ein kurzes und sehr geringes Bestreuen mit Natriumhydrogencarbonat. Anschließend wird die Blase wieder aufgenommen, in die Form geblasen. Dies ist eine weitere Verzierungstechnik, die einzigartige Gefäße ermöglicht.
Beispiele für Effekte auf Glasoberflächen: 1. Craquelé, 2. Metallisierung, 3. Satinierung, 4. Schaumglas, 5. Optische Verzierungen