Holunder ist eine der beliebtesten Pflanzen in Polen, aus der gesunde, alkoholfreie Getränke zubereitet werden. Bekannt für seine positive Wirkung auf die Immunität und seine unterstützende Wirkung bei Krankheiten, gibt der Holunder das Beste von sich ab, zuerst in Form von schneeweißen Blüten und dann als saftige Früchte. Wie bereitet man Holundersaft zu, wofür ist er gut und wie oft sollte man ihn trinken, um eine Wirkung zu erzielen?


Holundersaft
Es lohnt sich, Holundersaft in der Hausapotheke zu haben! Leicht säuerlich, aromatisch, erfrischend und sehr gesund ist er eine wunderbare Ergänzung zum Tee. Auch selbstgemachte Limonade passt hervorragend dazu. Man kann ihn leicht selbst zubereiten – aber welche Teile der Pflanze soll man verwenden: Holunderblüten oder Holunderbeeren?
Saft aus Holunderbeeren und -blüten sind zwei verschiedene Arten von Getränken, die aus derselben Pflanze gewonnen werden, aber zu unterschiedlichen Jahreszeiten geerntet werden. Im Herbst kann man reife Holunderbeeren (Sambucus nigra) ernten. Das sind schwarze Beeren, die im Herbst reifen. Im Sommer werden weiße Blüten gepflückt.
Der dunkle, purpurrote Saft aus den Beeren ist reich an Vitaminen, insbesondere Vitamin C, Anthocyanen, Flavonoiden und anderen Nährstoffen. Er eignet sich hervorragend zum puren Trinken, als Sirup, aber auch für Gelees oder Marmeladen. Der helle, gelbliche Saft aus den Blüten enthält hauptsächlich Flavonoide und ätherische Öle – daher sein zarter Geschmack in Sirupen und Tees.
Holundersaft - Eigenschaften
Beide Säfte haben ihre einzigartigen Geschmacks- und Aromaqualitäten, die sie in der Küche und in der Volksmedizin beliebt gemacht haben. Holundersaft besitzt eine Reihe gesundheitsfördernder Eigenschaften. Insbesondere der aus den Beeren gewonnene Saft ist ein geschätztes Getränk mit vielen potenziellen Vorteilen. Er enthält Anthocyane, Flavonoide und andere Phenolverbindungen, die als starke Antioxidantien wirken. Diese helfen, freie Radikale im Körper zu neutralisieren, was zum Schutz der Zellen vor oxidativen Schäden beitragen kann. Dank des hohen Vitamin-C-Gehalts unterstützt er auch das Immunsystem. Holunderextrakte zeigen bestimmte antivirale Eigenschaften, und Anthocyane haben potenzielle entzündungshemmende Eigenschaften.
Wogegen hilft Holundersaft? Dank Antioxidantien und Vitaminen kann er zur Erhaltung einer gesunden Haut beitragen und Alterungsprozessen entgegenwirken. Es lohnt sich auf jeden Fall, dieses Getränk in der Herbst-Winter-Saison in die Ernährung aufzunehmen. Vor der Zubereitung des Saftes sollten jedoch sowohl die Beeren als auch die Blüten gründlich gereinigt werden, da einige Teile dieser Pflanze giftig sein können.
Holundersaft - wie viel trinken?
Holundersaft ist aufgrund seiner potenziellen gesundheitlichen Vorteile beliebt. Man sollte es jedoch nicht übertreiben – die Menge sollte an verschiedene Faktoren wie den allgemeinen Gesundheitszustand, das Gewicht und schließlich die individuellen Bedürfnisse angepasst werden.
Im Allgemeinen sollte Holundersaft, ähnlich wie die meisten gesüßten und Kräutergetränke, in Maßen konsumiert werden. Ein Glas, also etwa 200 ml, ist ausreichend, um seine gesundheitsfördernden Eigenschaften voll auszuschöpfen. Personen mit Pflanzenpollenallergien sollten zuerst einen Teelöffel des Getränks probieren, um die Reaktion ihres Körpers zu überprüfen. Es ist wichtig, immer auf den eigenen Körper zu hören und die Menge der konsumierten Produkte an die individuellen Bedürfnisse und die Verträglichkeit anzupassen.
Wie macht man Holundersaft?
Wie macht man Holundersaft zu Hause? Man kann ihn in wenigen einfachen Schritten zubereiten. Rohe Holunderbeeren sind leicht giftig und sollten daher nur nach entsprechender Zubereitung, die Kochen oder Backen umfasst, verzehrt werden.
Die Blüten sollten hingegen frisch und duftend sein. Man darf sie nicht an vielbefahrenen Straßen oder an anderen Orten sammeln, wo sie verunreinigt sein könnten.
Um Holundersaft aus Beeren zuzubereiten, benötigt man:
- 1 kg reife, von Stielen und Blättern gereinigte Holunderbeeren
- 1,5 Liter Wasser
- 1 kg Zucker (die Zuckermenge kann nach Belieben angepasst werden)
Holunderbeeren sollten wärmebehandelt werden, um potenziell giftige Substanzen zu entfernen. Dies kann durch Kochen der Beeren für etwa 15-20 Minuten oder Backen für etwa 10 Minuten erfolgen. Dies sind empfohlene Schritte, um potenzielle toxische Substanzen zu entfernen.
In einem Topf Wasser zum Kochen bringen und den Zucker darin unter kräftigem Rühren auflösen. Den so entstandenen Sirup abkühlen lassen.
Die gekochten Beeren mit einem Mixer oder einer Mühle zu einer glatten Masse pürieren. Anschließend durch ein Sieb oder Mulltuch passieren. Den passierten Saft mit dem Zuckersirup vermischen und gründlich verrühren. Die Mischung in saubere, sterilisierte Flaschen füllen. Verschließen und im Kühlschrank aufbewahren oder pasteurisieren.
Um Holunderblütensaft zuzubereiten, benötigt man:
- 20-30 Holunderblütenstände, gründlich gereinigt, unter fließendem Wasser gewaschen und getrocknet
- 1,5 Liter Wasser
- 1 kg Zucker (die Zuckermenge kann nach Belieben angepasst werden)
- Saft von 1 Zitrone
In einem Topf Wasser zum Kochen bringen. Den Zucker darin auflösen. Die Blüten hinzufügen, die Hitze reduzieren und 15-20 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen. Abkühlen lassen. Den Zitronensaft hinzufügen und umrühren.
Nach dem Abkühlen den Sirup durch ein Sieb oder Mulltuch abseihen, um Blüten und andere Verunreinigungen zu entfernen. In sterilisierte Flaschen füllen und im Kühlschrank aufbewahren oder pasteurisieren.